Jahresbilanz für NRW: Mehr Bewegung auf dem Grundstücksmarkt, höhere Preise

Jahresbilanz für NRW: Mehr Bewegung auf dem Grundstücksmarkt, höhere Preise

Auf den Grundstücks- und Immobilienmärkten in Nordrhein-Westfalen ist wieder ein Wachstumstrend festzustellen, was die Zahl der gehandelten Objekte und die dabei erzielten Umsätze und Preise angeht. Das zeigt jedenfalls der ausführliche Grundstücksmarktbericht, welcher alljährlich vom Oberen Gutachterausschuss erstellt wird – die neueste Ausgabe ist jetzt da.

Auf den Grundstücks- und Immobilienmärkten in Nordrhein-Westfalen ist wieder ein Wachstumstrend festzustellen, was die Zahl der gehandelten Objekte und die dabei erzielten Umsätze und Preise angeht. Das zeigt jedenfalls der ausführliche Grundstücksmarktbericht, welcher alljährlich vom Oberen Gutachterausschuss erstellt wird – die neueste Ausgabe ist jetzt da.

Düsseldorf. Im Jahr 2025 haben in Nordrhein-Westfalen mehr Grundstücke den Eigentümer gewechselt als im Vorjahr und auch die gezahlten Preise haben zugelegt. Das zeigt der Grundstücksmarktbericht 2026, welchen der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen heute (17. September 2026) vorgelegt hat. Demnach gab es im letzten Jahr insgesamt 124.201 Kauffälle, bei denen ein bebautes oder unbebautes Grundstück, Wohnungs- oder Teileigentum den Eigentümer wechselte. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit 5,29 Milliarden Euro lag der Geldumsatz bei diesen Transaktionen um 13 Prozent über dem Vorjahreswert. „Die Anzahl der Kauffälle nahm in fast allen Teilmärkten stark zu“, berichtet der Obere Gutachterausschuss. „Eine Ausnahme bilden Baugrundstücke für Geschosswohnungsbau, deren Zahl auf dem Niveau des Vorjahres blieb, sowie Baugrundstücke für Gewerbe und Industrie, bei denen die Zahl der Kauffälle weiter zurückging.“ Auch die gezahlten Preise und der Geldumsatz legen in allen Teilmärkten zu – mit Ausnahme der Baugrundstücke für Gewerbe und Industrie.

Belebung am Bauland-Markt

Besonders dynamisch hat sich der Markt für unbebaute Baugrundstücke entwickelt: Die Zahl der Kauffälle stieg in diesem Segment letztes Jahr um 18 Prozent, der Geldumsatz um 12 Prozent. Dabei zeigte sich bei den Baugrundstücken für den individuellen Wohnungsbau mit 39 Prozent ein besonders großes Plus beim Geldumsatz, obwohl zugleich die Preise für diese Grundstücke im Schnitt nur um 2 Prozent stiegen. Allerdings verweisen die Gutachter auf die große Schwankungsbreite in diesem Bereich, die zwischen +-0 und +15 Prozent liegt. Baugrundstücke für Geschosswohnungsbau verteuerten sich im Schnitt um 5 Prozent.

Landesweit am teuersten war Bauland für den individuellen Wohnungsbau letztes Jahr in Düsseldorf: 1.100 Euro wurden dort für den Quadratmeter gezahlt. „Bodenpreise ab 650 Euro/qm finden sich in fünf weiteren Städten, hauptsächlich in der Rheinschiene“, schreibt der Obere Gutachterausschuss. „Dagegen kann in einzelnen rein ländlich strukturierten Gebieten, beispielsweise in der Eifel oder in der Region Sauer- und Siegerland oder Ostwestfalen/Lippe, der Quadratmeter erschlossenes Bauland in mittleren Wohnlagen noch für einen Preis von unter 50 Euro erworben werden.“

Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind teurer geworden

Etwas anders war die Entwicklung bei bebauten Grundstücken. Insgesamt stieg die Zahl der Kauffälle in diesem Bereich um 8 Prozent, der Geldumsatz wuchs um 11 Prozent. Die Zuwächse waren also ebenfalls deutlich, aber nicht ganz so groß wie beim Bauland. Bei der Eigentumswohnung ergab sich das größte Plus, verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der verkauften Wohnungen um 11 Prozent, wobei der Geldumsatz um 19 Prozent und die Preise um 7 Prozent zulegten. Bei Einfamilienhaus und Zweifamilienhaus fiel der Geldumsatz um 13 Prozent höher aus, die Preise kletterten im Schnitt um 3 Prozent.

Die landesweit höchsten Preise für Eigentumswohnungen beim Erstverkauf in mittlerer Lage fanden die Gutachter in der Landeshauptstadt: rund 7.040 Euro mussten Käufer in Düsseldorf pro Quadratmeter auf den Tisch legen. Dahinter folgen wenig überraschend Münster mit 6.615 Euro, Köln mit 6.490 Euro und Bonn mit 6.295 Euro pro Quadratmeter. Genaue Daten zum Grundstücksmarkt in jeder NRW-Kommune können Interessierte jederzeit über das Online-Portal www.boris.nrw.de kostenlos ermitteln. Die Daten entstammen wie auch der Grundstücksmarktbericht der Arbeit der Gutachterausschüsse.

Download

 Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2026 (PDF, 18 MB)

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nach seiner Veröffentlichung nicht mehr aktualisiert wird. Das Veröffentlichungsdatum ist über der Überschrift angegeben.

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